Angebote für Jugendämter
Mit langjähriger Erfahrung in der ambulanten Jugend- und Familienhilfe unterstützen wir Jugendämter mit passgenauen, systemisch ausgerichteten Angeboten. Dabei stehen die individuellen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien ebenso im Mittelpunkt wie eine verlässliche und transparente Zusammenarbeit.
Systemische Therapie | Systemische Familientherapie
Im Rahmen der ambulanten Jugend- und Familienhilfe bieten wir Systemische Therapie und Systemische Familientherapie als eigenständige, auf den jeweiligen Hilfebedarf abgestimmte Leistung an. Sie richtet sich insbesondere an Familien, Eltern, Kinder und Jugendliche, bei denen belastende Beziehungsmuster, wiederkehrende Konflikte oder komplexe familiäre Dynamiken im Mittelpunkt des Unterstützungsbedarfs stehen.
Die therapeutische Arbeit bezieht unterschiedliche Perspektiven und relevante Beziehungen ein und richtet den Blick sowohl auf bestehende Belastungen als auch auf Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten. Ziel ist es, neue Sichtweisen zu ermöglichen, Kommunikation und Beziehungen konstruktiv zu verändern und die Beteiligten darin zu unterstützen, tragfähige Lösungen für ihren Alltag zu entwickeln.
Mögliche Schwerpunkte
- familiäre Konflikte und belastete Beziehungen
- Trennungs- und Scheidungssituationen
- Eltern-Kind-Konflikte
- Herausforderungen in Erziehung und Elternschaft
- belastende familiäre Übergänge und Veränderungen
- Patchwork-, Pflege- und Adoptivfamilien
- Auffälligkeiten und Belastungen von Kindern und Jugendlichen
- festgefahrene Kommunikations- und Interaktionsmuster
- Krisen und komplexe familiäre Problemlagen
Gestaltung der Hilfe
Inhalte, Ziele und Rahmen der therapeutischen Begleitung werden auf Grundlage des individuellen Hilfebedarfs und in Abstimmung mit den Beteiligten und dem zuständigen Jugendamt vereinbart. Je nach Auftrag können Gespräche mit einzelnen Familienmitgliedern, Eltern, Kindern und Jugendlichen oder dem gesamten Familiensystem stattfinden.
Den zeitlichen Umfang und die Abstände der Sitzungen richten wir am jeweiligen Hilfeprozess und den vereinbarten Zielen aus.
Sozialpädagogische Familienhilfe - SPFH
Die Sozialpädagogische Familienhilfe nach § 31 SGB VIII unterstützt Familien bei der Bewältigung von Herausforderungen, die ihren Alltag, das Zusammenleben oder die Erziehung der Kinder betreffen. Die Hilfe findet nah an der Lebenswirklichkeit der Familie statt und bezieht sowohl bestehende Belastungen als auch vorhandene Stärken und Möglichkeiten ein.
Gemeinsam mit der Familie werden konkrete Ziele entwickelt und Schritte erarbeitet, die zu nachhaltigen Veränderungen im Alltag beitragen. Dabei geht es nicht darum, fertige Lösungen vorzugeben, sondern Eltern, Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, eigene Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und vorhandene Ressourcen besser zu nutzen.
Mögliche Schwerpunkte
- Stärkung elterlicher Sicherheit und Erziehungskompetenz
- Verbesserung von Kommunikation und Beziehungen innerhalb der Familie
- Entwicklung konstruktiver Möglichkeiten im Umgang mit Konflikten
- Unterstützung bei Belastungen und Krisen im Familienalltag
- Begleitung bei besonderen Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen
- Strukturierung und Stabilisierung des gemeinsamen Alltags
- Aktivierung persönlicher und familiärer Ressourcen
- Zusammenarbeit mit Schulen, Kindertagesstätten, Behörden und weiteren beteiligten Fachstellen
Die konkreten Ziele werden gemeinsam mit der Familie und dem zuständigen Jugendamt im Rahmen der Hilfeplanung vereinbart.
Erziehungsbeistandschaft - EB
Die Erziehungsbeistandschaft nach § 30 SGB VIII richtet sich an Kinder und Jugendliche, die bei persönlichen, familiären, schulischen oder sozialen Herausforderungen eine verlässliche Begleitung benötigen.
Im Mittelpunkt steht der junge Mensch mit seiner individuellen Lebenssituation. Gemeinsam werden Schwierigkeiten betrachtet, persönliche Stärken herausgearbeitet und Möglichkeiten entwickelt, den eigenen Alltag zunehmend selbstständig und verantwortungsvoll zu gestalten.
Das familiäre Umfeld bleibt dabei ein wichtiger Bestandteil der Hilfe. Eltern und andere relevante Bezugspersonen können – abhängig vom jeweiligen Auftrag – in den Prozess einbezogen werden.
Mögliche Schwerpunkte
Mögliche Schwerpunkte sind:
- persönliche und soziale Entwicklung
- Konflikte innerhalb der Familie
- Schwierigkeiten in Schule oder Ausbildung
- Entwicklung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
- Umgang mit Regeln, Grenzen und Konflikten
- Freundschaften, Freizeit und soziale Beziehungen
- Zukunftsorientierung und Entwicklung persönlicher Perspektiven
- Stärkung vorhandener Fähigkeiten und Ressourcen
Die Ausgestaltung der Hilfe orientiert sich an den gemeinsam vereinbarten Zielen und der individuellen Situation des jungen Menschen, in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jugendamt.
Clearing
Nicht immer ist zu Beginn eindeutig, welche Form der Unterstützung eine Familie oder ein junger Mensch benötigt. Ein Clearing dient dazu, eine komplexe oder unübersichtliche Situation innerhalb eines begrenzten Zeitraums systematisch zu erfassen und eine fachlich fundierte Perspektive für das weitere Vorgehen zu entwickeln.
Gemeinsam mit den Beteiligten betrachten wir die aktuelle Lebenssituation, vorhandene Belastungen und Ressourcen, Beziehungen innerhalb des Familiensystems sowie bereits bestehende Unterstützungsangebote. Je nach Fragestellung können auch relevante Institutionen und Fachstellen einbezogen werden.
Auf dieser Grundlage werden der Unterstützungsbedarf und mögliche nächste Schritte herausgearbeitet. Die Ergebnisse werden nachvollziehbar dokumentiert und dem zuständigen Allgemeinen Sozialen Dienst als Grundlage für die weitere Hilfeplanung zur Verfügung gestellt.
Das Clearing ist auf maximal acht Wochen angelegt und wird in der Regel von zwei Fachkräften durchgeführt.
Hilfe für junge Volljährige
Die Hilfe für junge Volljährige nach § 41 SGB VIII begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein zunehmend selbstständiges und eigenverantwortliches Leben. Im Mittelpunkt stehen die individuellen Anforderungen, die mit dem Übergang ins Erwachsenenleben verbunden sind.
Welche Unterstützung erforderlich ist, richtet sich nach der jeweiligen Lebenssituation und den gemeinsam vereinbarten Zielen. Die Begleitung soll dabei nicht dauerhaft Aufgaben übernehmen, sondern junge Erwachsene darin stärken, eigene Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und tragfähige Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln.
Mögliche Themen
Mögliche Themen sind:
- eigenständiges Wohnen und Haushaltsführung
- Schule, Ausbildung und berufliche Orientierung
- Umgang mit Behörden, Anträgen und finanziellen Angelegenheiten
- Tagesstruktur und Organisation des Alltags
- Aufbau und Stabilisierung sozialer Beziehungen
- Bewältigung persönlicher oder familiärer Belastungen
- Entwicklung realistischer Zukunftsperspektiven
- zunehmende Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
Bei Bedarf arbeiten wir mit Behörden, Schulen, Ausbildungsstellen, der Agentur für Arbeit und weiteren beteiligten Fachdiensten zusammen.
Anti-Gewalt-Training - AG
Das von uns angebotene zertifizierte Anti-Gewalt-Training richtet sich an Jugendliche und junge Volljährige, die durch gewalttätiges Verhalten und gewalttätige Handlungen bereits aufgefallen sind. Hauptziel des konfrontativen Anti-Gewalt-Trainings ist, dass die Teilnehmer lernen, ein gewaltfreies Leben zu führen. Hierbei steht die Veränderung gewaltfördernder Einstellungen und Persönlichkeitsanteile und damit die Verringerung der Gewaltbereitschaft im Vordergrund.
Das Training kann als Einzel- oder Gruppenangebot bis maximal zehn Teilnehmer durchgeführt werden. Wesentliche Voraussetzung für ein solches Training ist die Freiwilligkeit der/des Teilnehmers.
Das Training ist modular aufgebaut klar definiert. Mit unterschiedlichen Methoden wechseln sich theoretische und praktische Anteile abgewogen ab. Die Termine und Trainingszeiten werden bei minderjährigen Teilnehmern vor Trainingsbeginn mit den Eltern und den Teilnehmern abgestimmt.
Qualitative Hauptmerkmale
Qualitative Hauptmerkmale des Training sind:
- Verantwortliche Durchführung des Trainings durch einen externen Partner
- systemische und therapeutische Begleitung des Trainerteams
- regelmäßige Anleitungs- und Auswertungsgespräche mit dem Team des systemischen Instituts Südpfalz
- ggfs. Hinzuziehung fachlich und pädagoisch geeigneter Personen zu einzelnen Terminen
Lernen Sie uns kennen
Sie haben Fragen oder möchten einen Termin vereinbaren?
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!